Stammsitz der Familie Rossignol war Volnay, wo
sich die Rossignols seit dem 16. Jahrhundert mit der Weinerzeugung befassten. Die Familie Trapet arbeitete traditionell auch im Weinhandel. Die Trapets kamen ursprünglich aus
Morey-Saint-Denis und gingen Ende des 19. Jahrhunderts nach Gevrey-Chambertin.Von 1961 bis 1990 waren Jacques Rossignol und seine Ehefrau Mado, Tochter von Louis Trapet,
Miteigentümer der Domaine Louis Trapet, wo die Weinerzeugung mit der 1989er Ernte eingestellt wurde. Ab 1990 bauten Jacques Rossignol und seine beiden Söhne David und Nicolas das Gut
Rossignol-Trapet auf, das in Gevrey-Chambertin seinen Sitz hat und Weinberge in so renommierten Weinbaugemeinden wie Beaune,
Savigny-lès-Beaune, Morey-Saint-Denis und natürlich in Gevrey-Chambertin sein Eigen nennt.
Die Domaine besitzt ca. 13 ha Rebland, und seit die beiden Brüder David und Nicolas die Verantwortung
übernommen haben, steigt die Qualität mit jedem Jahrgang.
Die Rebflächen des Weinguts befinden sich auf Hanglagen und sind vor Kälte und Ostwinden geschützt. Sie sind nach Osten ausgerichtet - der Sonne
entgegen, wodurch gewährleitet ist, dass Nebel und Nachtfröste sich schnell verflüchtigen.
Niedrig gehaltene Rebstöcke und eine hohe Pflanzdichte - 10 bis 11.000 Pflanzen pro Hektar -
garantieren einen hohen Extraktgehalt der Weine. Dank einer sehr strengen Klonung und Selektion sind die Reben gesund und ohne jeden Virusbefall; darüber hinaus sorgt ein großer Abstand des Blattwerks vom
Boden für einen hohen Zuckergehalt der Trauben. Letztendlich erreicht man durch eine rigorose Ertragsreduktion, dass die Weine reichhaltiger und
konzentrierter sind. Die gesamte Ernte wird per Hand gelesen. Dies bringt zwei Vorteile mit sich: Zum ersten ist es möglich, nur die besten Trauben zu ernten, und zum zweiten werden die Rebstöcke geschont.
Um eine bestmögliche Vinifikation sicherzustellen, verlässt man sich bei Rossignol-Trapet auf seine lange burgundische Erfahrung und Tradition in der Weinerzeugung und moderne Techniken. Die
Weintrauben werden in Erntebehälter im Gärkeller verbracht, wo sie nochmals aussortiert und schließlich in Gärbottiche gefüllt werden. Die Trauben werden je nach Jahr zu 60 - 80% entrappt. Der
Gärprozess dauert zwischen 14 und 16 Tage. Dabei
wird jeder Most mehrmals am Tag geprüft, um den genauen Zeitpunkt der Abfüllung bestimmen zu können. Die Domaine Rossignol-Trapet verwendet ca. 20% neue
Allier-und Limousin-Eichenfässer für die Villages-Weine, 30% für die Premiers Crus und 40 - 50% neue Eichenfässer für die Grands Crus. Dieses Verhältnis von
neuen zu alten Fässern stellt die Finesse und Eleganz des Pinot noir sicher. Im Januar ist die Milchsäuregärung im allgemeinen beendet und die Weine reifen langsam in den Eichenfässern. Hier
entwickeln sie ihr Bukett und erhalten ihre Stabilität und Struktur. Hier werden sie Weine nochmals intensiv analysiert und dauernd überwacht.
Bevor man die Weine auf Flaschen zieht, werden sie mit Eiweiß geklärt. Die Abfüllung in Flaschen erfolgt nach 11- bis 14monatiger Fassreifung. Auch die Domaine Rossignol-Trapet füllt ihre Weine selbst ab